Blog #5

Bachelorarbeit


Seit den Weihnachtsferien, die ich in Sioux Falls bei meiner Freundin und ihrer Familie verbracht habe, sind schon fast drei Monat vergangen und ich bin mitten in meiner Bachelorarbeit! 

Ehrlichgesagt brauchte ich nach meiner Rückkehr aus den USA einen Moment, um wieder hier in meinem Alltag anzukommen und in mein neues Projekt zu starten. Anfangs Januar verabschiedeten wir meinen Leidensgenossen ;) Erik, und nun bin ich die einzige Studentin bei MOSAN. Dank dem wundervollen Team fühle ich mich aber bestens aufgehoben und unterstützt! Vor allem zusammen mit meiner fachlichen Betreuerin Raluca arbeite ich eng zusammen und gemeinsam evaluieren wir immer wieder von neuem welcher Weg einzuschlagen ist, wenn die gesammelten Daten zu immer  neuen Fragen führen… Dafür bin ich unglaublich dankbar! Auch die Kommunikation mit meinen beiden Betreuern von der ZHAW läuft bestens mit den zweiwöchentlichen Zoommeetings und wertvollen Inputs aus einer anderen Perspektive.
 
Mein Arbeitsalltag hier sieht ungefähr so aus: 

  • Per Fahrrad oder Pickup reise ich in 10-20 Minuten von Panajachel nach Santa Catarina. 


  • Unser kleines Büro befindet sich oberhalb des besten Kaffees im Örtchen, direkt gegenüber des Hauptplatzes und der katholischen Kirche. Wenn wir alle da sind, kann es ganz schön eng werden an unserem einzigen Bürotisch. Meistens arbeite ich jedoch im kleinen improvisierten Labor, direkt neben dem Büro. 


  • Meist pendle ich dann tagsüber immer wieder zwischen Büro/Labor und unserem „Operations Center“, dem Feldlabor, wo der Pyrolyseprozess und die Urindehydration stattfinden, hin und her. Dazu muss ich in einem kurzen Spaziergang an der Schule und dem Fussballplatz vorbei, wo ich mir manchmal in einer Pause ein Spiel ansehe und die Seesicht geniesse. Meist sind die Arbeitsschritte kurz aber Zeitpunktabhängig. Proben ansetzen und Prozessstart, Probenmonitoring und Parametererfassung, sowie Prozessstop und Probenahme für spätere Analyse. 


  • Um 13:00 Uhr machen wir immer gemeinsam Mittag. Jemand kauft frisches Gemüse, Avocados und Käse oder Bohnen auf dem Markt ein, jemand anderes holt Tortillas bei den Senoritas von nebenan. 


  • Nach ungefähr einer Stunde de almuerzo, dem Abwasch und dem Aufsetzen von frischem Kaffee gehts nachmittags weiter mit Probenanalysen oder Datenauswertung.


  • Um 17:00 Uhr ist meist Feierabend und perfekt auf den Sonnenuntergang über dem See gehts auf den Heimweg.

Viviendo la vida chapina

Natürlich bin ich nicht nur am arbeiten :)  Mittlerweile fühle ich mich hier am See richtig zu Hause und immer mehr wie eine Local. Da ich mich nebst der Arbeit - wo ich mit der Hälfte des Teams Spanisch spreche -  zu Hause mit meiner Host-Family und in meiner Freizeit mit den meisten meiner FreundInnen auf Spanisch verständige, hat meine Sicherheit in der Sprache nochmals stark zugenommen. Deshalb versuche ich mich in einem ersten kurzen Beitrag auf Spanisch (Ohne KI, dafür vielleicht mit ein paar Fehlern :)

Viviendo en un país de Centro America, parte de la experiencia es sobrevivir un episodio de Gastro Eneteritis (enfermedad de estomago y digestion) cabal que un attaque de perros de la calle. Logrando los dos, ya me siento como pura chapina (Guatemalteca). Ademas, estoy aprendiendo más palabras y expreciones tipicos, usandolos paso a paso en los momentos y contextos correctos. (Gracias a mis cumpañeros Memo y Nelson y tambien las Chulas (Bonitas) de mi familia Guatemalteca y mis maestros Nestor y José:):) Tambien hasta unas palabritas de la idioma Maya Tzut’ujil estoy aprendiendo de mi nueva amiga Zulamita que es de Santiago Atitlan, un otro pueblo en el lago. („Cho, cho!“ por ejemplo significa „Come on, let‘s go!“).
Otra cosa de la cultura que me adapté es el amor por los desayunos tipicos, las Tortillas, la Horchata, Jamaica, los motos y la Hora Chapina (no estar punctual). Aunque lastimamente no es mucho parte de la cultura local, casí todos los fines de semana estoy bailando Salsa y Bachata cabal que durante la semana estoy practicando Zumba. Me encanta el baile y definitivamente voy a seguir este hobby cuando regresaré a Suiza!